A.Schweitzer: Mit dem Herzen denken (alle)

Devino M., Sonntag, 10.07.2022, 00:22 (vor 514 Tagen) @ Devino M.

"Mit dem Herzen zu denken, ist die rechte Art für die Menschen."

- Albert Schweitzer -
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Die Denkweise des Herzens ist grundsätzlich einbeziehend. Dabei geht es nicht darum irgendwelchen Unsinn einzubeziehen, sondern darum, die grundsätzliche Kausalität und Verbundenheit zu allem einzubeziehen. Liebe kann nichts ausschließen, wenn es reine Liebe ist, doch meint es das Leben nicht auszuschließen, die Seele nicht auszuschließen, den Menschen im Menschen nicht auszuschließen. Es meint nicht, irgend einen Eiertanz um irgend welchen Narzissmus, Eigendünkel, Selbstsucht u.ä. hinzulegen oder gewisse Dinge nicht beim Namen nennen zu dürfen u.ä.

Liebe ist als kosmische Urkraft genommen, die Verbundenheit zu allem. Was auch bedeutet, dass sofern gewisse Verbundenheit und Erfahrung der Einheit abgeht, es womöglich prüfenswert wäre, wie es um den eigenen seelischen Liebesaspekt tatsächlich steht. Eine Liebe, die keinen Bezug zu anderen oder etwas hat, ist von Verblendung nicht zu trennen, auch wenn vielleicht viel wohlwollen dabei sein mag, doch der Eigendünkel irgend einer Art wird im Wege sein, um Einsicht und die Erfahrung der Einheit soweit einzubeziehen, dass die Liebe mit der Weisheit gepaart ist.

Das Herzzentrum selbst, bildet m.E. Herzkammern, die verschiedenen anderen Ebenen entsprechen. So wie das Herz auf einer jeden Ebene gemäß seiner Bedeutung und Entsprechung existiert, so existiert jede andere Ebene als eine Art Herzenskammer samt Entsprechungen und Verbindungen im Herzzentrum. Wodurch gewisse Verbundenheit sehr wörtlich genommen werden kann und doch kann dies vollständig unpersönlich sein. Ja echte Liebe muss sogar unpersönlich sein, im sinne der Bedingungslosigkeit. Alles was nur an die Person oder Vergänglichkeit geknüpft sein mag, ist mehr Liebe zur Sterblichkeit als zur Unsterblichkeit und mehr eine Zuneigung zur Vergänglichkeit. Es ist dann etwas anderes, als die grundsätzliche und universelle Liebe, die sich zuerst auf die Unvergänglichkeit und das bezieht, was die grundsätzlich Synthese bildet.

Liebe ist nichts was man irgendwo einfordert, sondern es ist die Kernessenz der Verbundenheit als kosmische Kraft und auf kosmischen Ebenen und jeglicher Ausdruck der Liebe, führt auch zur Erfahrung der Liebe (will man Liebe erfahren, sollte man das entsprechende Maß an Liebe in sich fördern und ausstrahlen ggf. ausdrücken). Ein Zeichen eigener Liebe dieser Art, ist die Erfahrung innerer Verbundenheit. Es ist mehr eine Art des Anerkennens des Zustandes, wie etwas ist, doch mehr aus Sicht der kosmischen Liebe, als das es eine Art irgend einer Betätigung darstellt. Grundsätzlich ist Liebe ebenendurchdringend und daher kann sie auch gar nicht mit äußeren Charakteristika gänzlich in Einklang gehen und gebracht werden oder sich nur auf die Art oder Betätigung einer Ebene sich ausschließlich beziehen. Liebe ist daher mehr eine Einstellung zu allem, als eine Form bestimmter Betätigung. Es ist ein öffnen seiner Selbst, dem kosmischen Leben gegenüber, als das man den Weg der Liebe nur auf eine bestimmte Art und Weise beschreiten können könnte oder das nur bestimmte Formen des Ausdrucks geltendswert sind.

Alles was ist, ist, weil es von irgend einer Art von Liebe zur Synthese seiner Selbst sich geführt hat. Liebe ist zu erkennen und anzuerkennen, was den Liebesweck als Beweggrund des Lebens bildet. Liebe ist, alles mit dem Herzen einzubeziehen. Sich liebevoll als Mensch zu erkennen und anzuerkennen, ist ein Ausdruck der Liebe.


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